Komplett festgefahren – Teil 3 – Herr Rossi und Schumaccher

Seltsame Blumen wachsen da

Als wir mit dem Bus bei Herrn Rossi angekommen waren, sind Mama, Papa und ich zu Fuss zu der Stelle zurück marschiert, wo wir am Vortag Herrn Rossi getroffen hatten, während er seinen Traktor holte.

Mama und ich mussten an genau der Stelle warten, da es für so einen Krümel wie mich viel zu gefährlich gewesen wäre, bei der “Aus-dem-Schlamm-zieh-Aktion” mit von der Partie zu sein.

Also haben Mama und ich uns die Zeit ein bisschen mit Knipsen vertrieben, während Papa zu Fuss zum Auto marschierte war und kurz danach Herr Rossi mit seinen orangen Traktor ebenfalls in Richtung “Pannenfahrzeug” tuckerte.

Der Pfad des Verhängnisses

Heute war der Weg zum Glück einiges getrocknet, da uns das Wetter bis zum Mittag nicht im Stich gelassen hatte.

Herr Rossi und Papa beim Manövrieren

Mama und ich hörten Herrn Rossis Traktor über den Hügel tuckern und Mama war plötzlich total erstaunt, als sie Herrn Rossi rückwärts auf dem Weg zurückflitzen sah….

Papa konnte das Auto wenden

Kurz danach kam ihm Papa in unserem Auto – ebenfalls im Rückwärtsgang – hinterher. An einer ebenen Stelle gelang es dann Papa, das Auto zu wenden und Mama und ich verloren ihn und den Traktor erstmal aus den Augen, da die zwei hinter dem nächsten Hügel verschwanden.

Dann kam es echt witzig: Längere Zeit konnten wir nur noch den Traktor hören und nix mehr sehen….
Wir waren schon ganz gespannt, was da auf dem Weg abging, da wir dachten, Herr Rossi würde Papa abschleppen müssen.

Plötzlich kam Herr Rossi auf seinem orangen Traktor mit Vollgas den Hügel hoch gebretzelt und brüllte mit einem fetten Grinsen: “Arriva Schumaccher!!” (Schuhmacher kommt!)

** Anm. von Mama: Die Italiener sprechen CH nicht als K aus, sondern als C – also nicht Schumacher, sondern Schumaccher 😉 **

Mama und ich hatten noch gar nicht so richtig geblickt, was Herr Rossi überhaupt meinte, da kam Papa mit einem Affenzahn mit unserem Auto die gleiche Strasse hochgeschossen und stoppte direkt vor uns 🙂

Herr Rossi fand es total cool, denn er hatte glaubich noch nie einen Menschen so fahren sehen, wie Papa. Da musste selbst Herr Rossi sagen, dass das eine reife Leistung gewesen war, da Papa das Auto ohne Abschleppen die Matschpiste hochgefahren hatte 🙂

Aber ohne den Traktor von Herrn Rossi, der Papa die Spur “geebnet” hatte, wäre das ganze trotzdem nie geglückt!

In unserem Fall war es so, dass Herr Rossi nicht das Glück suchte, sondern das Glück brachte 😀

Ein Krümel auf einem echten Traktor

Wir waren alle super erleichtert, dass das so gut geklappt hatte und wir unser Auto wiederhatten, da wir ja am Nachmittag nach Hause aufbrechen wollten.

Aber dann kam das tollste für mich: Ich durfte mich auf Herrn Rossis tollen orangen Traktor setzen 😀

So ein Traktor ist so was von cool

Mei, ich hab gestrahlt wie ein Marienkäfer und war Stolz wie ein Schnitzel 😀

Wie Ihr Euch bestimmt erinnert, bin ich der totale Traktorfan, doch ein so richtig 100% echter Traktor war natürlich noch um Nummern besser als alles, was ich bisher gefahren hatte 🙂

** Anm. von Mama: Zum “Glück” für unser Auto war die Strasse komplett aus Erde und ohne Kies gewesen, sodass unserem braven Mobil bei der ganzen Aktion überhaupt nix passiert war. Nachdem wir die knappen 20 kg Schlamm, die sich in den Kotflügeln und unter dem Auto angesammelt hatten, mühsam rausgekratzt hatten, konnten wir sicher und gut nach Hause fahren. Ist halt schon ein super zuverlässiges Auto, unser kleiner Volvo 😉 **

2 thoughts on “Komplett festgefahren – Teil 3 – Herr Rossi und Schumaccher

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